[Rezension] „Nachtauge“ von Titus Müller

NachtaugeTitel: Nachtauge

Autor: Titus Müller

ISBN: 978-3-89667-458-6

Verlag: Blessing Verlag

Erscheinungsdatum:  11.03.2013

Seiten: 480

 

Der Klappentext sagt:

Seit drei Jahren macht der britische Geheimdienst MI5 Jagd auf Nachtauge. Hinter diesem Codenamen verbirgt sich eine deutsche Spionin, die Schienen und Brücken zerstört und Verfolger kaltblütig umbringt. Jetzt steht sie vor ihrem größtem Coup: die Aufdeckung einer womöglich kriegsentscheidenden Operation der britischen Luftwaffe. Sie betrifft die deutschen Stauseeanlagen. Erstes Ziel: die Möhnetalsperre.

Hier arbeiten über tausend ukrainische Frauen in einer Munitionsfabrik. Im Lager unterstehen sie dem Befehl von Georg Hartmann. Er gerät unter Druck, weil Gerüchte kursieren, dass er nicht hundertprozentig auf Parteilinie sei. Tatsächlich ist er bei den Arbeiterinnen weit weniger gefürchtet als die brutalen Männer vom Werkschutz. Ahnt Hartmann, dass einige Frauen, unter ihnen auch die ihm sympathische Nadjeschka, einen spektakulären Fluchtversuch planen?

Nachtauge ist ein fesselnder Spionagekrimi, ein historisch akkurater Roman und eine berührende Liebesgeschichte zugleich. Für manch einen mag es klingen, als hätte Titus Müller sich hier zu viel vorgenommen. Dem ist jedoch nicht so. Es ist ihm vorbildlich gelungen die verschiedenen Ebenen in diesem Buch harmonisch miteinander zu verknüpfen.

Titus Müller fesselt den Leser mit seinem Schreibstil bereits nach wenigen Sätzen und man ist gleich mittendrin in der Geschichte. Die Atmosphäre und der Zeitgeist sind sehr gut eingefangen, die Umgebung genau beschrieben; wer die Ortschaften kennt, findet sich in Gedanken dort wieder und kann sich alles bildlich vorstellen. Auch die
Charaktere sind sehr stark und facettenreich gezeichnet.

Wirklich beeindruckend sind die historischen Details in der Erzählung. Sie passen lückenlos in die Geschichte, ohne in irgendeiner Weise aufgesetzt oder fehl am Platz zu wirken. Es ist offensichtlich, dass der Autor sorgfältig recherchiert hat.

Der Erzählstrang um die Geschehnisse in Großbritannien ist sehr spannend und fesselnd, wohingegen die auf wahren Begebenheiten beruhende Liebesgeschichte berührend ist. Man fiebert in beiden Erzählungen mit, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Ein interessantes Nachwort zum historischen Hintergrund rundet das Buch erfolgreich ab.

Ich habe Nachtauge sehr gerne gelesen und war oft hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch weiterzulesen und das Buch nicht enden lassen zu wollen. Daher gibt es von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Hier findest Du eine Leseprobe.

Meine Bewertung:

5 Palmen

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