[Rezension] „Alleine bist du nie“ von Clare Mackintosh

© 2016 Bastei Lübbe

© 2016 Bastei Lübbe

Titel: Alleine bist du nie

Originaltitel: I See You

Autor: Clare Mackintosh

ISBN: 978-3-404-17470-6

Verlag: Bastei Lübbe

Erscheinungsdatum: 13.01.2017

Seiten: 448

 

 

 

Nach einem ganz gewöhnlichen Tag im Büro befindet Zoe Walker sich auf dem Heimweg in der U-Bahn, als sie in der Tageszeitung eine Kontaktanzeige mit einem Foto von sich entdeckt. Alles deutet auf eine Verwechslung hin. Gleichwohl hat Zoe ein mulmiges Gefühl bei der ganzen Sache. Weder ihre Familie noch die Polizei nehmen ihre Sorge jedoch ernst. Bei der Polizistin Kelly Swift stößt sie auf Verständnis. Zoes Foto ist nicht das einzige, das in den Kontaktanzeigen erscheint. Eine Frau wird schließlich ermordet aufgefunden. Ist Zoe das nächste Mordopfer?

Die Erzählperspektive wechselt zwischen Zoe und Kelly. Zudem gibt es Einschübe in Form der Gedanken des Täters. Diese stetig wechselnde Erzählperspektive führt zu einem beständigen Spiel zwischen ansteigender und nachlassender Spannung.

In den Beschreibungen der Ermittlungsarbeit macht sich bemerkbar, dass die Autorin ehemalige Polizistin ist, wirken diese doch sehr authentisch. So muss z. B. erst eine Genehmigung von höherer Stelle eingeholt werden, bevor finanzielle Ausgaben getätigt werden können.

Das Erzähltempo der Geschichte ist eher gemächlich, aber die Gefahr, der Zoe ausgesetzt ist, ist immerwährend präsent. Die Ich-Erzählung aus ihrer Sicht führt nicht nur dazu, dass man sich als Leser mit Zoe identifizieren kann. Vielmehr übernimmt man ihre paranoide Haltung und verdächtigt jeden, dem sie begegnet. Wie Zoe wittert man überall Gefahren; teils sogar dann, wenn Zoe naiv und vertrauensselig ist.

Diese unterschwellige Gefahr, gepaart mit detaillierten Beschreibungen und einem eher langsamen Erzähltempo, machen das Buch auf eine ganz besondere Art und Weise spannend. Wie ein musikalisches Crescendo lässt Clare Mackintosh die Spannung im Buch nur allmählich anwachsen, um sie am Ende in ein dramatisches Finale mit großer Überraschung münden zu lassen.

Alleine bist du nie ist ein Thriller vom Feinsten und hat mir wahnsinnig gut gefallen. Spannung und unerwartete Wendungen, die dennoch schlüssig und nachvollziehbar sind, bis zur letzten Seite. Genauso muss ein Thriller meines Erachtens sein. Lesegenuss pur!

Meine Bewertung:

5 Palmen

[Rezension] „Stacheln in der Partnerschaft“ von Jörg Berger

© 2016 Francke

© 2016 Francke

Titel: Stacheln in der Partnerschaft

Autor: Jörg Berger

ISBN: 978-3-86827-612-1

Verlag: Francke

Erscheinungsdatum: 01.09.2016

Seiten: 192

Mit Illustrationen von Thees Carstens.

 

 

 

Im neuesten Teil der Stachel-Reihe widmet Psychotherapeut und Paartherapeut Jörg Berger sich den Stacheln in der Partnerschaft. Einfühlsam und anschaulich zeigt er, wie man unnötige Verletzungen verhindern kann. Hierzu stellt der Autor in der Einleitung zunächst die verschiedenen Stacheln vor und erläutert den Aufbau des Buchs.

Jedem der Stachel ist ein eigenes Kapitel gewidmet, das für sich verständlich ist und somit eigenständig gelesen werden kann. In den einzelnen Kapiteln zeigt Berger wie sich der jeweilige Stachel auf die Paarbeziehung auswirkt, welche Gefahren bestehen und wie der Stachel liebevoll entschärft werden kann. Für letzteres gibt er praktische Mittel an die Hand. Fallbeispiele aus dem Alltag veranschaulichen die Stacheln sowie die Möglichkeiten zur Konfliktvermeidung. Des Weiteren zeigt der Autor auch Wege der Selbstkorrektur auf. Obwohl sich das Buch in erster Linie an Paare wendet, können auch Singles vom Inhalt profitieren.

Neben den psychologischen Aspekten untersucht Berger auch die spirituellen Aspekte des Themas indem er die existenziellen Fragen aufgreift, die jedes Kapitel aufwirft. Er beantwortet diese Fragen vorwiegend vom christlichen Glauben her. Das Buch richtet sich aber nicht ausschließlich an Christen. Andersgläubige können sich vielmehr von den Antworten des Autors dazu inspirieren lassen, eigene Antworten auf die jeweiligen Existenzfragen in ihrer Religion oder Weltanschauung zu finden.

Stacheln in der Partnerschaft ist ein praktischer Ratgeber, den ich nur weiterempfehlen kann.

Hier findest Du eine Leseprobe.

Meine Bewertung:

4 Palmen

[Rezension] „Die Kaminski-Kids: Der Selfie-Betrüger“ von Carlo Meier (Die Kaminski-Kids-Reihe Band 17)

© 2016 fontis Verlag

© 2016 fontis Verlag

Titel: Die Kaminski-Kids: Der Selfie-Betrüger

Autor: Carlo Meier

Illustrator:  Matthias Leutwyler

ISBN: 978-3-03848-100-3

Verlag: fontis Verlag

Erscheinungsdatum: 08.09.2016

Seiten: 176

Altersempfehlung: ab 9 Jahren

Reihe: Die Kaminski-Kids Band 17

 

Simon Kaminski wird beschuldigt bei der Mathe-Prüfung mit Hilfe eines Handys betrogen zu haben. Alles spricht gegen ihn und wenn er seine Unschuld nicht beweisen kann, muss er das Schuljahr wiederholen. Ein Mädchen aus Simons Klasse kennt die Wahrheit und könnte ihm helfen. Doch sie ist plötzlich spurlos verschwunden. Verzweifelt machen sich die Kaminski-Kids mit ihren Freunden auf die Suche…

Im neuesten Band der Kaminski-Kids Reihe greift Autor Carlo Meier ein brandaktuelles Thema auf. Kindgerecht und einfühlsam zeigt er auf, welche Folgen der Missbrauch von Smartphones und Messenger-Apps haben kann. Des Weiteren wird in der Geschichte ergründet, wie man sich verhalten kann, wenn man zu Unrecht für etwas beschuldigt wird. Opa Kaminski erzählt den Kindern die biblische Geschichte von Josef und wie dieser gehandelt hat, als er falsch beschuldigt wurde und dafür sogar ins Gefängnis geschickt wurde.

Das Buch bietet Spannung pur und vermittelt dabei wichtige Werte. Die Kapitel sind nicht zu lang und zudem in kürzere Abschnitte unterteilt, so dass Kinder ab ungefähr 8 oder 9 Jahren das Buch eigenständig lesen können. Illustrationen von Matthias Leutwyler ergänzen die Geschichte, die übrigens auch unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden kann.

Auf jeden Fall empfehlenswert!

Hier findest Du eine Leseprobe.

Unsere Bewertung:

5 Palmen

[Rezension] „Zurück“ von Fabian Vogt

© 2016 Brendow Verlag

© 2016 Brendow Verlag

Titel: Zurück

Autor: Fabian Vogt

ISBN: 978-3-8650-895-8

Verlag: Brendow Verlag

Erscheinungsdatum: 15.08.2016

Seiten: 256

 

 

 

 

Anstatt den Jahrtausendwechsel mitzuerleben, reist Altphilologe Maximilian Temper unerwartet ein Jahr in der Vergangenheit. Es soll der Beginn eines ganz besonderen Abenteuers sein: Von nun an wacht er jeden Tag ein Jahr früher wieder auf. Verzweifelt macht Max sich auf die Suche nach dem Sinn seiner Zeitreise und seiner Existenz. Er trifft im Laufe der Jahrhunderte auf historische Persönlichkeiten. Hin und wieder vertraut er sich verschiedenen Leuten an, die ihm Rat gebend zur Seite stehen; wie z. B. der alte Mönch, dem er im Mittelalter begegnet und der ihm vorschlägt, Jesus persönlich um Rat zu bitten. Mit einem klaren Ziel vor Augen, wendet Max sich Richtung Jerusalem.

Zu Beginn der Lektüre hatte ich sicherlich mindestens so viele Fragen wie Max. Nicht nur er begann seine Zeitreise verwirrt. Ich musste den einen oder anderen Abschnitt zweimal lesen, um den Zeitsprüngen gedanklich folgen zu können. Es ist bemerkenswert, dass Fabian Vogt sich hier nicht verzettelt.

Obwohl alle geschilderten Ereignisse insofern zusammenhängend sind, als dass sie der Entwicklung von Max beisteuern, fehlte mir oftmals der rote Faden und sie warfen mehr Fragen auf, als sie beantworteten. In der Mitte des Buchs wurde das Lesen etwas mühselig und lediglich die Neugier auf die Auflösung motivierte mich zum Weiterlesen.

Das Ende war recht unerwartet und leider auch eher unbefriedigend. Auch gab es, zumindest für mich, keine klaren Antworten auf die vielen Fragen, die sich im Laufe des Buchs stellten. Ich gehe davon aus, dass dies vom Autor beabsichtigt war und er vielmehr zum Nach- und Weiterdenken anregen wollte. Gleichwohl hinterlässt die Lektüre bei mir das Gefühl, als fehlte noch etwas.

Eine außergewöhnliche Idee, deren Umsetzung meinen Erwartungen nicht ganz entsprechen konnte. Dennoch befinde ich Zurück für durchaus lesenswert.

Hier findest Du eine Leseprobe.

Meine Bewertung:

3 Palmen

[Rezension] „Wer Furcht sät von Tony Parsons (Max Wolfe-Reihe Band 3)

© 2016 Bastei Lübbe

© 2016 Bastei Lübbe

Titel: Wer Furcht sät

Originaltitel: The Hanging Club

Autor: Tony Parsons

ISBN: 978-3-404-17442-3

Verlag: Bastei Lübbe

Erscheinungsdatum: 11.11.2016

Seiten: 320

Reihe: Max Wolfe-Reihe Band 3

 

Der Klappentext sagt:

In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen – auf Pädophile, Mörder, Hassprediger – und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterstationen. Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist…

In gewohnter Manier katapultiert Tony Parsons seine Leser mit dem Prolog mitten ins Geschehen. Gleichzeitig steckt er damit den Rahmen für die weiteren Ereignisse ab. Zu Beginn betrachtet er das Thema Selbstjustiz aus Sicht der Täter, einer Londoner Bürgerwehr namens Club der Henker. Im Hauptteil des Buchs greift Parsons die Thematik immer wieder aus verschiedenen Perspektiven auf. Man kann nicht umhin sich seine eigenen Gedanken zum Thema allgemein sowie konkret zu den Fällen in der Erzählung zu machen.

Seinen Protagonisten Detective Constable Max Wolfe zeichnet Parsons als komplexen Charakter: Zum einen ist Max ein fürsorglicher, alleinerziehender Vater und loyaler Freund, zum anderen ist er Polizist, der seinen Beruf mit Leib und Seele ausübt. Max findet sich in der einen oder anderen Situation wieder, in der er auf einem schmalen Grat zwischen Richtig und Falsch wandelt.

Obwohl Parsons verschiedene Fährten legt, gibt es im Laufe des Buchs unerwartete Wendungen und eine überraschende, aber schlüssige Auflösung des Falls. Parsons Krimis sind nichts für zarte Gemüter, da es mitunter recht brutal und gewaltsam zugeht. Er schreibt detailliert und lässt dabei doch stets genügend Raum für die eigene Fantasie. Interessant sind auch die Details über die Geschichte Londons sowie die Einblicke in die Forensik und die Ermittlungsarbeiten der Polizei.

Die Reihe um Max Wolfe wird mit jedem Band besser und ich kann sie jedem Krimi-Fan empfehlen. Man könnte die Bücher zwar auch eigenständig lesen. Dabei würde man sich jedoch viel Spannung und ein großes Lesevergnügen entgehen lassen. Ich freue mich auf DC Wolfes nächsten Fall und hoffe, dass Parsons diese Buchreihe noch lange fortführen wird.

Hier findest Du eine Leseprobe.

(4,5 Palmen – sofern es denn halbe Palmen gäbe)

Meine Bewertung:

5 Palmen

[Rezension] “Das Ende vom Ich” von Kyle Idleman

© 2016 SCM R. Brockhaus

© 2016 SCM R. Brockhaus

Titel: Das Ende vom Ich

Originaltitel: The End of Me

Autor: Kyle Idleman

ISBN: 978-3-417-26785-3

Verlag: SCM R. Brockhaus

Erscheinungsdatum: 01.08.2016

Seiten: 208

 

 

 

In seinem neuesten Buch, Das Ende vom Ich, zeigt Pastor und Autor Kyle Idleman, wie wir ein erfülltes Leben nach Gottes Grundsätzen leben können. Hierzu nimmt er die Seligpreisungen der Bergpredigt unter die Lupe. Diese teils paradox klingenden Aussagen Jesu stellen alles, was uns natürlich und logisch erscheint, auf den Kopf. Genauer betrachtet zeigen sie jedoch, dass Gott uns am besten gebrauchen kann, wenn wir an unsere Grenzen stoßen und ans Ende unserer Kräfte kommen.

Idleman schreibt einfühlsam und ehrlich, aber oft auch mit einer Prise Humor. Gekonnt wendet er Wahrheiten aus der Bibel auf die heutige Zeit an und veranschaulicht sie zudem mit Anekdoten aus seinem eigenen Leben. Am Ende des Buchs finden sich zu jedem Kapitel drei Fragen zum Weiterdenken. Sie eignen sich zur Selbstreflexion sowie als Diskussionsgrundlage für die Gruppenarbeit.

Das Ende vom Ich ist ein empfehlenswertes Buch, das seine Leser nicht nur herausfordert und zum Nachdenken anregt, sondern sie auch ermutigt aktiv zu werden und sich auf ein Leben in Fülle einzulassen, wie nur Jesus Christus es schenkt.

Hier findest Du eine Leseprobe.

Meine Bewertung:

5 Palmen

[Rezension] „Die inoffizielle Bibel für Minecrafter“ von Garrett Romines und Christopher Miko

© 2016 Gerth Medien

© 2016 Gerth Medien

Titel: Die inoffizielle Bibel für Minecrafter

Originaltitel: The unofficial Bible for Minecrafters

Autor: Garrett Romines und Christopher Miko

ISBN: 978-3-95734-171-6

Verlag: Gerth Medien

Erscheinungsdatum: 29.08.2016

Seiten: 288

Altersempfehlung laut Verlag: ab 8 Jahren

 

 

In Die inoffizielle Bibel für Minecrafter werden die Geschichten der Bibel Block für Block nacherzählt. Natürlich ist auf 288 Seiten nicht genug Platz für alle Geschichten. So haben die Autoren sich für 29 bekannte Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament entschieden, die ihrer Meinung nach die Hauptthemen der Bibel verknüpfen. Das erzählen die Autoren zu Beginn des Buchs in einem kurzen Interview, das dazu dienen soll, die Autoren kennenzulernen.

Garrett Romines und Christopher Miko haben faszinierende und beeindruckende Minecraft-Welten entstehen lassen, die junge Leser auf eine anschauliche und sympathische Weise in bekannte Bibelgeschichten hineinzieht. Obwohl der Text gekürzt ist, geht der Kern nicht verloren. Die Autoren haben auch den typischen Minecraft-Humor mit einfließen lassen. Zudem haben sie viele sogenannte „Easter Eggs“ (versteckte Bezüge zum Spiel) eingebaut, die jedem eingefleischten Minecraft-Fan ein Lächeln aufs Gesicht zaubern werden. So überlegt Abraham z. B. ob er und Sarah ihren Sohn nicht Steve nennen sollen (Steve ist eine der Hauptfiguren in Minecraft).

Es ist den Autoren hervorragend gelungen, die Bibel mit Minecraft zu verbinden und junge Leser dazu zu bringen, sich auch im Spiel mit den Wahrheiten der Bibel auseinander zu setzen. Mein 10-jähriger Sohn ist begeistert von dieser Bibel und hat auch schon die ersten Welten nachgebaut. Sein einziger Kritikpunkt ist, dass ihm teils Anleitungen fehlen. Diese hätte man vielleicht in Form von Online-Downloads anbieten können.

Ich kann Die inoffizielle Bibel für Minecrafter jedem Minecraft-Fan, ob groß oder klein, ans Herz legen. Sie würde sich auch ausgezeichnet als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk eignen.

Hier findest Du eine Leseprobe und hier den Trailer.

Meine Bewertung:

5 Palmen

[Rezension] „Helden der Bibel“ von Siku, Richard Thomas und Jeff Anderson

© 2016 Gerth Medien

© 2016 Gerth Medien

Titel: Helden der Bibel – Das Buch der Bücher als spannende Comic-Story

Originaltitel: The Lion Comic Book Hero Bible

Autor: Siku, Richard Thomas und Jeff Anderson

ISBN: 978-3-95734-163-1

Verlag: Gerth Medien

Erscheinungsdatum: 29.08.2016

Seiten: 192

Altersempfehlung laut Verlag: ab 10 Jahren

 

 

In Helden der Bibel werden die bekanntesten Bibelgeschichten als Comic-Storys nacherzählt. So liegt der Fokus auch überwiegend auf den Illustrationen, die das Herz jedes eingefleischten Comic-Fans höherschlagen lassen, als auf dem Wort. Einem unerfahrenen Bibelleser oder gar jemandem, der überhaupt nicht mit der Bibel vertraut ist, würde ich dieses Buch auf keinen Fall empfehlen.

Die Illustrationen im Alten Testament stammen aus der Feder von Siku und die im Neuen Testament von Jeff Anderson. Einige der Illustrationen sind meines Erachtens eher etwas für ältere Leser, so dass ich die Altersempfehlung des Verlags von 10 Jahren teilweise als zu jung empfinde. Ich würde sie bei mindestens 12 Jahren ansetzen.

Die Männer und Frauen der Bibel bekommen Superhelden-Namen. So wird aus Adam Earthman, aus Noah zunächst Rainman und nach der Flut Rainbowman, Mose ist als Lawman bekannt und König David als Shepherd King, Simson wird zu Richter Dreadlocks und Delila Agent Provocateur. Im Neuen Testament wird aus Maria die Wunderbare und aus Josef der Zimmermann. Johannes der Täufer wird der Rufer und Jesus ist der Sohn. Die Benutzung dieser Superhelden-Namen fand ich ziemlich befremdlich; so ruft Gott Adam z. B. in der Geschichte um den Sündenfall als Earthman an. Das erweckt meines Erachtens einen etwas unseriösen Eindruck.

Dieses Buch hätte auf jeden Fall von einer Einleitung des Autorenteams profitiert. Schade, dass diese nicht vorhanden ist. Am Ende findet sich ein Verzeichnis der Bibelstellen, so dass man die nacherzählten Comic-Geschichten bei Bedarf in der Bibel nachlesen kann.

Mich konnte Helden der Bibel: Das Buch der Bücher als spannende Comic-Story leider nicht überzeugen. Christen, die ein Faible für Comics haben, werden sicherlich Gefallen an diesem Buch finden. Vielleicht bringt es auch junge Comic-Fans dazu die Geschichten mal in ihrer Fülle in der Bibel nachzulesen.

Hier findest Du eine Leseprobe und hier den Trailer.

Meine Bewertung:

3 Palmen

[Rezension] „Bis zum Äußersten“ von Zhang Rongliang mit Eugene Bach

© 2016 Brunnen Verlag

© 2016 Brunnen Verlag

Titel: Bis zum Äußersten – Mein Leben mit Christus in China

Originaltitel: I Stand with Christ – The Courageous Life of a Chinese Christian

Autor: Zhang Rongliang mit Eugene Bach

ISBN: 978-3-7655-4298-5

Verlag: Brunnen Verlag

Erscheinungsdatum: 24.05.2016

Seiten: 256

 

 

 

Zhang Rongliang wird 1951 in China geboren. Wenige Jahre vor der Kulturrevolution wird er mit knapp 12 Jahren Christ. Als junger Mann beginnt er eine vielversprechende Parteikarriere. Doch sein christlicher Glaube steht im Widerspruch zur Ideologie der Partei. Dies führt schnell dazu, dass Zhang Rongliang nicht nur seine Arbeitsstelle verliert, sondern auch aufgrund seines Glaubens verfolgt wird. Dennoch verleugnet er Jesus nicht und bleibt Ihm treu. Insgesamt verbüßt er fünf Haftstrafen und verbringt wegen seines Glaubens an Jesus Christus mehr als 15 Jahre unter schwersten Bedingungen in Haft.

Dreißig Jahre lang diente Zhang Rongliang als einer der Leiter der Fangcheng-Hauskriche. Noch heute ist er in diesem Bezirk als Gemeindeleiter aktiv. Bis zum Äußersten gibt einzigartige Einblicke in die Geschichte der Untergrundkirchen und der Christenverfolgung in China. In 32 recht kurzen Kapiteln und einem Nachwort schildert Zhang Rongliang sein persönliches Glaubenszeugnis und wie es ist, als Christ in China zu leben.

Bis zum Äußersten ist eine bemerkenswerte Autobiographie; ein ermutigendes, aber auch herausforderndes und ernüchterndes Buch. Es ist nur sehr schwer vorstellbar, wie es unseren verfolgten Glaubensgeschwistern ergeht. Umso wichtiger sind Bücher wie dieses!

Meine Bewertung:

5 Palmen

[Rezension] „Kein Toter für den Kirchhof“ von Mel Starr (Hugh de Singleton-Reihe Band 4)

© 2016 Brunnen Verlag

© 2016 Brunnen Verlag

Titel: Kein Toter für den Kirchhof

Originaltitel: Unhallowed Ground

Autor: Mel Starr

ISBN: 978-3-7655-2054-9

Verlag: Brunnen Verlag

Erscheinungsdatum: 04.08.2016

Seiten: 240

Reihe: Hugh de Singleton-Reihe Band 4

 

 

Hugh de Singleton, Chirurg und Burgvogt im mittelalterlichen Städtchen Bampton, wird zu einem Todesfall gerufen. Alles sieht nach einem Selbstmord aus. Doch Hugh ist ein guter Beobachter und hat schnell begründete Zweifel daran. Der Tote war ein äußerst übler und unbeliebter Zeitgenosse, der auch Hugh schon Schwierigkeiten bereitet hat. Dennoch ist es Hughs Pflicht als Burgvogt der Sache auf den Grund zu gehen. Allerdings könnte es sein, dass er bei der Auflösung dieses Mordfalls einen seiner Freunde an den Galgen liefern muss…

Mit Kein Toter für den Kirchhof ist Mel Starr wieder eine unterhaltsame Fortsetzung seiner historischen Krimireihe um Hugh de Singleton gelungen. Das Buch beginnt voller Spannung und der Autor versteht es, den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Man kommt als Leser nicht umhin, eigene Vermutungen anzustellen. Jedoch legt Mel Starr viele falsche, aber durchaus schlüssige Fährten, so dass die Auflösung des Mordfalls unerwartet kommt.

Gekonnt lässt Mel Starr auch wieder interessante Details über das mittelalterliche Leben und die mittelalterliche Medizin im Besonderen einfließen, ohne dass dies aufgezwungen wirkt oder gar von der eigentlichen Geschichte ablenkt. Wie auch in den Vorgängerbänden findet man zu Beginn des Buchs ein hilfreiches Glossar, sowie eine Karte von Bampton.

Ich kann die Hugh de Singleton-Reihe allen Fans von historischen Romanen und Krimis nur wärmstens empfehlen. Spannung und Humor, gespickt mit interessanten Details des mittelalterlichen Lebens, versprechen ein unterhaltsames Lesevergnügen!

Gäbe es halbe Palmen, bekäme Kein Toter für den Kirchhof 4,5 Palmen von mir.

 

Meine Bewertung:

4 Palmen